tools4music: „Creme pur“ – der Creme im Test
- 31.08.2017
- Tobias Schacht
- Creme
- Testbericht
Test im Printmagazin tools4music, Ausgabe 3/2017 (Juni/Juli).
Testbericht im Magazin tools4music/Ausgabe 3.2017 zum CremeEin paar Zitate
Schnell etwas mehr Druck erzeugen samt silbriger Höhen, ohne dass es zischelt? Das geht. Und all dies erheblich schneller als mit dem EQ am Digitalpult. Es lebe der Direktzugriff!
Der Tegeler Creme schickt sich an, den Masterbus von Plug-ins zu befreien... Auf ihre Kosten kommen gerade diejenigen, die ein echtes "Set and Forget"-Gerät für das Studio suchen oder eben die subtile Bearbeitung eines guten Masterings lieben, welches beim A-B Vergleich dann doch für einen erstaunlichen Aha-Effekt sorgt.
Hier geht es nicht drastisch zu, sondern eben "kremig". Hier wird keine neue Farbe aufgetragen, sondern die vorhandene aufgefrischt. Es ist die Arbeit eines Restaurateurs, der dem Werk des Meisters zu neuem Glanz verhilft, und nicht die Arbeit eines Künstlers, der ein neues Werk schafft.
Mit dem Creme bekommt der FoH-Engineer ein exellentes Werkzeug für die Klangmalerei auf dem Stereobus. Hier steht nicht die Korrektur des FoH- Systems auf dem Programm, sondern die kreative Formung des Stereosignals nach klangästhetischen Gesichtsppunkten.Die Ausgabe 3/2017 ist im Archiv von tools4music.de erschienen (der frühere Download-Link ist nicht mehr erreichbar).
Was den tools4music-Test besonders macht
tools4music schreibt für Live- und Beschallungstechniker – deshalb betrachtet der Test den Creme nicht nur im Studio, sondern auf dem Stereobus einer FoH-Anlage: schnell Druck und „silbrige Höhen“ erzeugen, ohne dass es zischelt, und das per Direktzugriff schneller als am Digitalpult. Das Bild vom Restaurator, der „dem Werk des Meisters zu neuem Glanz verhilft“, beschreibt genau, wofür der Creme gebaut ist: nicht eine neue Farbe, sondern die vorhandene auffrischen.
Was der Creme ist – und warum er auf der Summe sitzt
Der Creme ist unser Bus-Kompressor und Mastering-Equalizer: ein passiver EQ nach Pultec-Prinzip und ein VCA-Bus-Kompressor nach SSL-Art in einem 2-HE-Gerät. Die Reihenfolge ist umschaltbar – EQ vor dem Kompressor oder Kompressor vor dem EQ. Der Kompressor fügt auf der Summe die einzelnen Teile zu einem Ganzen zusammen, bei Ratio 1,5:1 fast unhörbar, mit höherer Ratio und schnellerem Timing mit eigener rhythmischer Handschrift; ein Sidechain-Filter hält Frequenzen unter 60 oder 120 Hz aus der Regelung. Der EQ liefert Bass-Boost zwischen 20 und 200 Hz und Höhen-Boost zwischen 10 und 24 kHz, jeweils 0–5 dB, alle Werte als Rastschalter – deshalb ist jede Einstellung exakt reproduzierbar. Wer Recall per Plug-in möchte, findet ihn im Creme RC mit Motorpotis: Amazona.de testet unseren Creme RC.
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