Analoge Studiotechnik aus Berlin,
gebaut von einem Tontechniker, der diese Geräte selbst haben wollte.
Wer baut das?
Vielleicht hast du einen Creme auf dem Mixbus von jemandem gehört. Vielleicht war es ein Name auf einem Rack-Foto, ein Test, oder ein Freund, der nicht aufhört, von seiner Schwerkraftmaschine zu erzählen. Irgendwann willst du wissen, wer dahintersteckt.
Kurzfassung: Ich bin Michael Krusch. Tontechniker. Seit 2005 baue ich analoge Studiotechnik in Berlin-Tegel, dem Bezirk, nach dem die Firma heißt. Kompressoren, Equalizer, ein Röhrenhall, 500er-Module. Die Firma ist klein, mit Absicht. Kein Konzern, kein Callcenter zwischen dir und der Werkstatt. Kurze Wege.
Warum ich das tue
Sind wir nicht alle auf der Suche nach diesem einen Klang? Der eine schraubt die ganze Nacht an seinem Synthesizer. Der andere schiebt sein Mikrofon Zentimeter für Zentimeter.
Mich hat immer fasziniert, aus dem rohen Signal eines Mikrofons genau diesen Klang zu machen. Den Klang, der trägt, was im Raum wirklich zu spüren war, als die Aufnahme lief, und ihn zum Hörer bringt.
Man kann ein Gerät bauen, das sich raushält: so neutral wie möglich, das Rauschen der Elektronen versteckt, jeder Regler auf der Frontplatte, der noch draufpasst. So ein Gerät wollte ich nie bauen. Ich könnte guten Gewissens kein Gerät bauen, das den Klang lässt, wie er ist, oder ihn verändert, ohne ihn besser zu machen.
Elektronik ist Physik. Aber wenn sie die Musik eines Künstlers ein Stück näher an das bringt, was er im Kopf gehört hat, wird sie Teil seiner Kunst.
Wenn ich in einem Studio sitze und höre, wie ein guter Song, von einem guten Tontechniker gemischt, durch eines meiner Geräte läuft, weiß ich genau, warum ich das tue.
Wie es angefangen hat
Als Teenager habe ich Synthesizer-Module gebaut, um einen Homecomputer und einen analogen Drumcomputer zu erweitern. Dann kamen Jahre als Tontechniker. Dann kam der Elektronikvirus zurück, und ich fing an, die Klassiker nachzubauen. Nachbauen reichte nicht. Ich habe sie verändert, erweitert und gehört, wieder und wieder, im eigenen Studio.
Freunde und Studiokollegen wollten Geräte. Dann Fremde, per E-Mail. 2005 wurde daraus die Tegeler Audio Manufaktur. 2006 gingen die ersten Geräte an die Magazine: der Vari Tube Compressor, der Classic Tube Equalizer, der Tube Recording Channel, der Tube Summing Mixer und der Magnetismus. 2012 kam der Creme. Und 2021 wurde aus Blau Grün. Die Geschichte dazu steht hier.
Analoge Hardware mit Recall
Jahrelang hatte das stärkste Argument gegen analoges Outboard nichts mit dem Klang zu tun. Es war Recall. Der Kunde will noch eine Änderung, und du suchst Recall-Sheets und Fotos von Reglerstellungen zusammen.
2016 war die Schwerkraftmaschine unser erstes Gerät mit Motorpotis, Ethernet-Anschluss und eigenem Plug-in. Der Audioweg bleibt analog. Das Plug-in speichert die Einstellungen mit deiner DAW-Session. Öffnest du die Session wieder, fahren die Motoren jeden Regler dahin zurück, wo du ihn gelassen hast. Keine Zettel, keine Fotos, kein Raten.
„Analoge Hardware, digital gesteuert über ein DAW-Plugin – eine absolut brillante Idee!“
Bill Schnee, Produzent und Toningenieur
Die Raumzeitmaschine und der Creme RC folgten derselben Idee. Warum Ethernet und nicht USB? Das habe ich hier aufgeschrieben.
Gebaut in Tegel. Getestet nebenan.
Jedes Tegeler-Gerät wird von Hand in der Weststraße 1 in Berlin-Tegel gebaut. Es wird am Messplatz durchgemessen und läuft dann im Studio nebenan unter echten Produktionsbedingungen, bevor es das Haus verlässt.
Du triffst mich auf Messen. Und du kannst nach Tegel kommen: dein Gerät abholen, einen Kaffee trinken, fragen, was du fragen willst. Sag vorher Bescheid, damit wir Zeit für dich haben.
Wer damit arbeitet
Al Schmitt nannte die Schwerkraftmaschine sein neues Lieblingsgerät und mischte in den Capitol Studios damit. Nightmares on Wax lässt den Creme auf seinem Mixbus. Conrado Ruther mischt Sepultura live durch den Creme RC.
Die Leser von Sound On Sound haben die Schwerkraftmaschine zur Best New Effects & Processing Hardware 2018 gewählt. Pro Tools Expert gab ihr 2017 den ersten Hardware Editor's Choice Award überhaupt. Heute findest du Tegeler-Händler auf fünf Kontinenten.
Hör es selbst
Worte über Klang sind billig, meine eingeschlossen. Such dir ein Gerät aus, lass es 14 Tage in deinem eigenen Studio laufen, dann entscheide. Wenn es nicht tut, was du dir erhofft hast, schick es zurück.