Amazona.de testet den TSM: analoger Summierer
- 08.02.2023
- Gabriel Maceu Faria
- TSM
- Review
Amazona.de hat den analogen Summierer mit Röhren gründlich getestet – Grund genug, hier zusammenzufassen, was die Redaktion gehört hat und was technisch dahintersteckt.
Die Amazona.de-Redaktion hatte bereits vor ein paar Jahren die 32-Kanal-Version des Tube Summing Mixers auf dem Tisch und hat ihn ausführlich getestet.Nun haben sie sich auch der neueren 40-Kanal Sub-D Version des TSM gewidmet und ihn in einem Artikel einem Test unterzogen.
Wenn du wissen möchtest, wie der TSM deine Spuren zu einem Ganzen verschmelzen und schöne Harmonien aus den Tiefen deines Mixes herausholen kann, um ihm den letzten Schliff zu verleihen, bist du genau richtig.
Was Amazona.de am analogen Summierer hört
„Das Audiomaterial verliert an Ecken und wird gerade im Mittenbereich deutlich stärker verdichtet als ohne die analoge Summierung. Kurze, perkussive Klänge werden lediglich etwas entkantet und erfahren eine vergleichsweise geringe Veränderung im Klang. Flächen oder aber bereits stark verdichtetes Material erfährt hingegen eine deutliche Zunahme an Druck, es wird weicher und frequenzmäßig ausgewogener. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass sich die Klangfärbung nicht auf den Höhen- oder Bassbereich auswirkt. Ausfälle, wie eine Höhenabsenkung oder mangelnder Punch unter 100 Hz, sind also nicht zu befürchten.“ – Axel Ritt, Amazona.de, Januar 2023
Das deckt sich mit dem, was der TSM tun soll: Der Röhrensummierer verdichtet und rundet, ohne oben oder unten etwas wegzunehmen. Die 32-Kanal-Version hatte Amazona.de bereits 2015 getestet – nachzulesen in unserer damaligen Meldung.
Der Tube Summing Mixer in Zahlen: 40 Kanäle, Röhren, Übertrager
Der Tube Summing Mixer ist ein analoger Summierer mit 2×20 Kanälen: 2×16 symmetrische Eingänge liegen auf vier Sub-D-Buchsen in Tascam-Belegung (per Kabelpeitsche auf XLR oder Klinke), dazu kommen 2×4 symmetrische Eingänge über Stereoklinke. Die Ausgangsstufe ist aktiv und arbeitet mit Röhren und Übertragern, der interne Mixbus verträgt bis zu +22 dBu, der Frequenzgang reicht von 20 Hz bis 40 kHz, der Dynamikumfang liegt bei 110 dB. Zwei beleuchtete VU-Meter zeigen den Pegel an. Wer mehr als 40 Kanäle braucht, kaskadiert mehrere Geräte – damit lassen sich auch Surround-Mixe analog summieren. Und Monosignale sind einfach gelöst: Steckst du nur die untere Klinkenbuchse eines Kanalpaars, landet das Signal automatisch auf beiden Kanälen und damit in der Phantommitte.
Analoger Summierer vs. In-the-Box: worum es geht
Viele trauern dem Klang der Analogmischpulte nach, wollen aber auf Total Recall nicht verzichten. Genau diese Lücke schließt der Tube Summing Mixer: Die Einzelspuren kommen aus der DAW, werden in den analogen Mixstufen aus Röhren und Übertragern zusammengeführt und gehen als Summe zurück. Das Ergebnis ist ein typisch analoges, offenes, definiertes und zugleich warmes Klangbild – der Mix bleibt nicht zwischen den Boxen gefangen, sondern öffnet sich in den Raum. Damit der Mix trotzdem exakt reproduzierbar bleibt, hat der TSM statt eines Potis einen Ausgangsschalter, der den Pegel in -3-dB-Schritten reduziert. Mehr zu dieser Philosophie steht in „Der Ein-Knopf-Mix mit dem Röhrensummierer TSM“.
Du findest den Artikel hier.
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